youngstars_september Rastede - Beim Schnuppertag der „Youngstars“ der Showband Rastede lief es so ab, wie es sein sollte, wenn man Kindern Musikinstrumente in die Hand gibt: laut und mit gewöhnungsbedürftiger Intonation. Carsten Helms, Jugendbetreuer der Showband, erläuterte Kindern und Eltern das Programm und die Angebote, die es für die kleinen Musiker im Verein gibt. „Es ist ein sehr komplexes Hobby“, erklärt Helms. „Man muss Noten lernen, musizieren und marschieren können“, beschreibt er diese Form der Freizeitbeschäftigung. Sehr wichtig sei aber auch die soziale Funktion: „Ihr seid nie allein, ihr findet schnell Anschluss und wir haben oft einen riesengroßen Spaß bei den Proben oder bei den Trainingscamps“, verspricht er den zukünftigen Musikern. Ab sieben Jahren ist ein Mitwirken möglich und die „Karriere“ der Youngsters endet mit 14 manchmal auch mit 16 Jahren. Einige gehen dann zu den Spirits. „Die meisten bleiben dabei, weil sie auf diesem Weg die Liebe zur Musik entdeckt haben und das Miteinander schätzen“, hat Stefanie Renken festgestellt. Sie ist der „Drummajor“ der Kinder und vermittelt Notenkenntnisse und ie Techniken, um die Instrumente zu beherrschen. Bei Auftritten dirigiert sie die Youngstars. „Man braucht schon ein gewisses Rhythmusgefühl“, weiß Renken und freut sich schon auf den nächsten Auftritt ihrer Schützlinge beim Ellernfest. Beyonce (12) möchte unbedingt Trompete spielen, weil schon Freunde von ihr bei den Youngstars spielen. Darüber freut sich Mutter Claudia Arndt sehr: „Ich finde es toll, dass Beyonce mitmachen will und werde das sehr unterstützen“. Nadine und Christian Schwenzfeir sind aus Jaderberg gekommen, um sich zu informieren. Ihre Zwillinge Kim und Mika (7) möchten ebenfalls gern Trompete spielen, aber sie haben gehört, dass das mit sieben Jahren „wegen des zu geringen Lungenvolumens“ problematisch werden könnte. Vater Christian hofft, dass beide zuerst ein anderes Instrument wählen und später auf Trompete „umsteigen“. Beim Schnuppertag werden aber nicht nur Instrumente ausprobiert. Es wird auch schon mal „Stellung“ mit den Instrumenten aufgenommen und ohne wird das Marschieren geübt. Im kommenden Jahr besteht die Abteilung zehn Jahre, dann wird angemessen gefei-ert. Dafür werden noch weitere Kinder und Jugendliche ab zehn Jahre für die Bereiche Brass (Blechbläser) und das Frontensemble (Xylophon, Percussion usw.) gesucht.